Thema des Tages

Mobilität Städte auf neue Verkehrsteilnehmer unvorbereitet / Hersteller brauchen Erlaubnis

Elektro-Tretroller dürfen jetzt fahren

Berlin/Mannheim.Der Weg für den Start von Elektro-Tretrollern in Deutschland ist frei. An diesem Samstag tritt die Verordnung in Kraft, die die Zulassung und die technischen Anforderungen regelt. Jetzt können Hersteller und Verleihfirmen weitere Vorbereitungen angehen, damit Fahrer ab 14 Jahren losrollen können – frühestens im Juli dürfte es so weit sein.

Derzeit ist jedoch noch manches unklar. So kann die Mannheimer Polizei etwa noch keine Angaben machen, wie sie auf die neuen Verkehrsteilnehmer reagieren wird. Das werden die Beamten, Angaben eines Sprechers zufolge, vom Landesverkehrs-, beziehungsweise vom Landesinnenministerium mitgeteilt bekommen. „Noch wurden wir aber nicht ins Boot geholt“, so der Sprecher. Auch die Stadt konnte am Freitag keine Informationen zum Umgang geben.

Nur auf Radwegen zugelassen

Der Mannheimer Verband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) steht den E-Rollern teils skeptisch gegenüber. Zunächst sei es zu begrüßen, dass Alternativen zum Auto geschaffen würden. „Wenn nun aber Fußgänger zum E-Roller tendieren, haben wir mehr Verkehr als vorher“, sagte Gerd Hüttmann vom ADFC.

Fest stehen Verkehrsregeln und Geldbußen von bis zu 70 Euro. Gehwege sind für die E-Tretroller zum Schutz von Fußgängern tabu. Sie sollen Radwege nutzen – gibt es keine, darf es die Fahrbahn sein. Das könnte auf kleineren Straßen etwa in Wohngebieten der Fall sein. Damit die E-Flitzer starten können, müssen die Hersteller ab jetzt Betriebserlaubnisse beim Kraftfahrt-Bundesamt beantragen. Die gibt es, wenn folgende Anforderungen erfüllt sind: Die Roller dürfen zwischen 6 und 20 Stundenkilometer schnell fahren und müssen eine Lenk- oder Haltestange haben. Sie dürfen 70 Zentimeter breit, 1,40 Meter hoch und zwei Meter lang sein. Maximalgewicht: 55 Kilo. Pflicht sind zwei Bremsen, Licht und eine Glocke. jor/dpa