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Diskriminierung Steinmeier verteidigt Sicherheitskräfte

Engagement gegen Rassismus

Archivartikel

Berlin.Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die deutsche Gesellschaft aufgefordert, aktiv gegen Rassismus einzutreten und auch das eigene Verhalten kritisch zu überprüfen. „Es reicht nicht aus, ,kein Rassist’ zu sein. Wir müssen Antirassisten sein!“, sagte er am Dienstag bei einer Diskussionsrunde im Schloss Bellevue. „Rassismus erfordert Gegenposition, Gegenrede, Handeln, Kritik und – vielleicht am schwierigsten – Selbstkritik, Selbstüberprüfung. Antirassismus muss gelernt, geübt, vor allem aber gelebt werden.“

Steinmeier betonte, auch in Deutschland kenne man Fälle von Gewalt gegen Schwarze in Gefängnissen und von ungeklärten Todesfällen in der Haft. Er sei aber überzeugt: „Die Polizei und Sicherheitskräfte in unserem Land sind vertrauenswürdige Vertreter des Staates.“

Steinmeier griff auch die Debatte über den Begriff „Rasse“ im Grundgesetz auf. Er erinnerte daran, dass die Mütter und Väter des Grundgesetzes die unantastbare Würde jedes Menschen ganz bewusst gegen die menschenverachtende und rassistische Ideologie des Nationalsozialismus gesetzt hätten. Die Diskussion, ob die entsprechenden Artikel heute noch zeitgemäß formuliert seien, sei zunächst einmal legitim. dpa

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