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Gericht 15 Monate wegen fahrlässiger Tötung

„Er hat zu spät reagiert“

Archivartikel

Schwetzingen.Bei einem folgenschweren Unfall am 29. Juni 2018 wurde ein 55-jähriger Radfahrer auf der Kreisstraße 4250 zwischen Ketsch und Schwetzingen getötet (wir berichteten). Ein damals 27-jähriger Mercedes-Fahrer überholte auf der abschüssigen Ketscher Landstraße in Fahrtrichtung Schwetzingen und erfasste den Radler, der gerade die Fahrbahn überquerte.

Das Schöffengericht verurteilte ihn zu einer Strafe von einem Jahr und drei Monaten Gefängnis. Der 29-Jährige muss 2000 Euro an den Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr zahlen. Auch der Führerschein wurde ihm noch im Gerichtssaal abgenommen. Der Angeklagte habe zu spät reagiert, so Richter Schneid. Das Opfer habe aber auch nicht ideal gehandelt. Der Verurteilte ist zweimal wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs vorbestraft. Im Fahreignungsregister ist er fünfmal eingetragen – unter anderem wegen zu schnellen Fahrens. Dafür gab’s schon Punkte und Fahrverbot. vw/nina

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