Thema des Tages

Fußball Quarantäne beim Zweitligisten überschattet Pläne für Neustart / Streit in 3. Liga um Saisonfortsetzung spitzt sich zu

Fall Dresden beunruhigt die Bundesliga

Archivartikel

Berlin.Der Quarantäne-Fall Dynamo Dresden bringt die ersten Pläne zum Neustart der 1. und 2. Bundesliga bereits durcheinander. Obwohl die Mannschaft des Tabellenletzten nach zwei weiteren positiven Corona-Tests zwei Wochen weder spielen noch trainieren darf, sieht die Deutsche Fußball Liga den Neustart im Unterhaus derzeit nicht in Gefahr. „Wenn Dresden jetzt 14 Tage in die Quarantäne geht, dann ist das für den Moment noch kein Grund, die Fortführung der Zweiten Liga komplett in Frage zu stellen“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF.

Die Partie der Dresdner am 17. Mai bei Hannover 96 kann zunächst nicht stattfinden, ebenso das Heimspiel am darauffolgenden Wochenende gegen die SpVgg Greuther Fürth. Die Diskussionen um mögliche Wettbewerbsnachteile durch die häusliche Quarantäne, während die Rivalen spielen und trainieren, dürften nun auch noch einmal richtig befeuert werden.

In der 3. Liga nimmt der Streit über eine mögliche Saisonfortsetzung unterdessen immer schärfere Formen an. „Ich sehe den Zeitplan des DFB als nicht realistisch an“, kritisierte Markus Kompp, Geschäftsführer des SV Waldhof, das Vorhaben des Verbandes, den Spielbetrieb bereits am 26. Mai unter strengen Hygieneregeln wiederaufzunehmen. Die Mannheimer hatten nach fast achtwöchiger Unterbrechung erst am vergangenen Freitag wieder in Kleingruppen trainiert. In der nächsten Woche sollen Mannschaft und Betreuer des SVW laut DFB-Plan auf das Coronavirus getestet werden. Dafür muss der Verein allerdings so schnell wie möglich noch einen hauptamtlichen Hygienebeauftragten einstellen. alex/dpa

Zum Thema