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Bildung Berlin und Hamburg wollen Zeitfenster vorgeben / Bundesländer pochen auf Flexibilität

Fast alle lehnen feste Ferien ab

Archivartikel

Berlin.Die Forderung aus Berlin und Hamburg nach einer Neuregelung der Sommerferien in Deutschland stößt auf breite Ablehnung. Berlin und Hamburg dringen unter anderem darauf, dass die Sommerferien künftig in allen Ländern frühestens am 1. Juli beginnen und spätestens am 10. September enden.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) warnte davor, die geltende Regelung zulasten der Schüler zu verändern. Ein verkürzter Ferienkorridor könnte die Probleme in den Schulen, im Reiseverkehr und in der Tourismusbranche noch verschärfen, sagte der Regierungschef des bevölkerungsreichsten Bundeslandes. Berlin und Hamburg wollen mit ihrem Vorstoß erreichen, dass die jährlichen Verschiebungen bei den Ferienterminen möglichst gering ausfallen. Bisher haben nur Bayern und Baden-Württemberg jedes Jahr im gleichen Zeitraum Sommerferien. Sie starten als letztes, die übrigen Ländern rotieren, das heißt die Termine wechseln permanent.

Hessen sieht bei der bisherigen Regelung ebenfalls keinen großen Handlungsbedarf. „Also ich glaube, dass das bisherige System alles in allem kein schlechtes ist“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Für ihn sei ein entscheidender Punkt, nicht auf einen festen Termin für alle Länder zu gehen. Dies würde in den Urlaubszeiten zu extremen Verkehrsbelastungen führen. Auch Bayern will nicht einknicken: „Wir bleiben bei unseren Ferienterminen. Das hat sich so bewährt und das ist in der bayerischen Kultur fest verankert“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). dpa

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