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Freibad-Konzept Mannheim: Richtige Entscheidung

Archivartikel

Parallel zu den Temperaturen draußen ist auch der Druck im Mannheimer Rathaus gestiegen. Etliche Bürger hatten sich über die eingeschränkten Nutzungszeiten in Schwimmbädern beklagt.

Gerade noch rechtzeitig, bevor der Sommer mit Macht Einzug hält, hat die Stadt nun die Einschränkungen für ihre Freibäder gelockert. Das heißt, alle Bürger können sich unter der Woche täglich – und mit einigen Ausnahmen auch sonntags – bis 20 Uhr bei einem erfrischenden Sprung ins Wasser abkühlen. Nur an Werktagen zwischen neun und elf Uhr haben ausschließlich Senioren Zugang zu den Becken.

Entlastung für Familien

Das bedeutet vor allem für Familien eine enorme Entlastung. Denn gerade jetzt, in Zeiten von Corona, fehlt es vielen Kindergarten- und Schulkindern an Freizeitmöglichkeiten. Etliche Pädagogen und Erzieher hatten Sorge, dass sich die Mädchen und Jungen aus Langweile und Mangel an anderen Angeboten die Zeit auf Straßen und Plätzen vertreiben.

Mit der neuen Regelung können Kinder auch mit ihren Großeltern oder allein und ohne Familienpass ins Schwimmbad.

Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt, warum die Lockerung sinnvoll ist, und zwar einen gesundheitlichen. Wenn die Bäder nur in den Abendstunden für alle geöffnet sind, dann bilden sich kurz vor dem erlaubten Termin an den Eingängen Menschenschlangen.

Das wiederum bedeutet eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Größere Öffnungsfenster können jetzt helfen, das Infektionsrisiko zu minimieren. Denn auch das sollte bei aller Freude über die Lockerungen niemand vergessen: Noch ist kein Impfstoff gefunden worden, noch können täglich Menschen erkranken oder sogar sterben.

Genau deshalb müssen die Abstands- und Hygienegebote auch weiterhin peinlichst eingehalten werden. Kurzum: Die Stadt hat die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt getroffen.

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