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MVV Energie Konsequenzen für den Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft

Freistellung nach „Hitlergruß“-Vorfall

Archivartikel

Mannheim/Heidelberg.Das Mannheimer Energieunternehmen MVV hat am Montag den Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft mit sofortiger Wirkung freigestellt. Das teilte ein Sprecher mit.

Hintergrund ist ein Bild, das das linksgerichtete Mediennetzwerk Indymedia am Freitag im Internet veröffentlicht hat. Es ist demnach im Haus der Heidelberger Burschenschaft Normannia aufgenommen worden und zeigt den freigestellten Geschäftsführer. Auf dem Foto reckt er einen Bierkrug in die Höhe, während auf dem Stuhl neben ihm ein Mann sitzt, der den „Hitlergruß“ zeigt. Wann das Bild von wem gemacht worden ist, geht aus den Angaben nicht hervor.

Der MVV-Sprecher bestätigte jedoch gegenüber dieser Redaktion, dass es sich bei dem Mann mit dem Bierkrug in der Hand um den freigestellten Geschäftsführer handle. Das Unternehmen dulde „keinerlei Nähe zu rechtsradikalen Positionen“, erklärte der Sprecher weiter. „MVV steht für Toleranz, Vielfalt und Gerechtigkeit, gleichzeitig für null Toleranz gegenüber jeglicher Form von politischem Extremismus.“ Der betroffene Geschäftsführer war am Montag nicht zu erreichen. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg prüft den Vorgang, erklärte ein Sprecher.

Die Burschenschaft Normannia hat vor Kurzem nach einem offenbar antisemitischen Vorfall für Schlagzeilen gesorgt. Ein 25 Jahre alter Student hatte Anzeige erstattet. Er gab an, im Haus der Normannia antisemitisch beschimpft und mit Gürteln geschlagen worden zu sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Auch ein Mitarbeiter des Mannheimer Unternehmens Pepperl und Fuchs wird in dem Indymedia-Bericht erwähnt. Er soll der rechtsgerichteten „Identitären Bewegung“ angehören. Das Unternehmen distanzierte sich davon. 

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