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Kohleausstieg Engpass im Gasnetz stellt Projekt infrage

GKM-Umbau gefährdet

Archivartikel

Mannheim.Auch nach der Verabschiedung des Kohleausstiegs ist die Zukunft des Grosskraftwerks Mannheim (GKM) weiter ungewiss. Grund dafür ist ein Engpass im baden-württembergischen Gasnetz, wie die GKM-Vorstände Holger Becker und Gerard Uytdewilligen im Interview mit dieser Redaktion mitteilten. Er gefährde den Plan, im größten deutschen Steinkohlekraftwerk mittelfristig einen Kohle-Block durch eine neue Gas- und Dampfturbinen-Anlage zu ersetzen.

Es werde Jahre dauern, die Gas-Infrastruktur zu ertüchtigen, sagte Becker. Damit steige aber das wirtschaftliche Risiko, „was letztlich das ganze Projekt infrage stellt“. Die Entscheidung über den Neubau werde wohl nächstes Jahr getroffen.

In Baden-Württemberg gebe es „einen steigenden Kapazitätsbedarf bei der Gasversorgung“, teilte das Umweltministerium dazu mit. „Damit verbunden ist die Notwendigkeit, die bestehende Gasnetzinfrastruktur weiter auszubauen.“ mig

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