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Finanzen Manfred Lautenschläger bekräftigt Engagement / Unternehmen feiert 50. Geburtstag

Gründerfamilie steht zu MLP

Wiesloch.50 Jahre nach der Gründung betont Manfred Lautenschläger (kleines Bild oben) das Engagement seiner Familie beim Wieslocher Finanzdienstleister MLP. „Es ist immer wieder darüber spekuliert worden, ob ich MLP eines Tages verkaufen will“, sagte er im Interview mit dieser Redaktion. „Dann wäre ich heute nicht gestandener Millionär, sondern gestandener Milliardär. Ich habe immer gesagt: MLP versilbern? Kommt nicht infrage.“

Deshalb ist es seinen Angaben nach auch wichtig gewesen zu zeigen, dass die Familie Lautenschläger nicht nur rund 30 Prozent der Aktien an MLP hält – sondern sich auch generationenübergreifend persönlich einbringt. So sitzt etwa Lautenschlägers Sohn Matthias im Aufsichtsrat von MLP. Manfred Lautenschläger verabschiedete sich 1999 aus dem operativen Geschäft und gehörte bis 2018 dem Aufsichtsrat an.

Vorstandsvorsitzender Uwe Schroeder-Wildberg (kleines Bild unten) kann sich derweil eine höhere Beteiligung am Wieslocher Finanzdienstleister vorstellen. „Wie bekannt habe ich ein Aktienpaket von Familie Lautenschläger übernommen, so dass ich momentan rund zwei Prozent der Aktien halte“, sagte er im Interview. „Meine Beteiligung an MLP ist nicht begrenzt gedacht, weitere Schritte sind durchaus denkbar.“ Der Manager erklärte zudem, noch Lust auf eine weitere Amtszeit zu haben. Er ist bis Ende 2022 bestellt.

Auch der 82-jährige Lautenschläger denkt noch lange nicht an den Ruhestand – er tauscht sich regelmäßig mit Schroeder-Wildberg aus und hat seine Stiftung im Auge. „Ich tue mir keinen Stress an. MLP ist mein zweites Zuhause, schon mein ganzes Leben lang bin ich mit Freude dabei.“ Für die Zukunft sei ihm wichtig, dass der menschliche Umgang miteinander bei MLP an erster Stelle steht. Das führe automatisch zum Erfolg, erklärte Lautenschläger.

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