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Kommunalwahl Umweltpartei in Mannheim beim Stimmzettel-Ergebnis klar verbessert / SPD und CDU verlieren stark

Grüne legen deutlich zu

Archivartikel

Mannheim.Die SPD liegt bei der Mannheimer Kommunalwahl im sogenannten Stimmzettel-Ergebnis knapp vorne, hat aber deutliche Verluste hinnehmen müssen. Kurz vor Mitternacht lagen die Sozialdemokraten bei 23,6 Prozent der Stimmen, das sind 8,1 Punkte weniger als vor fünf Jahren. Die kräftigsten Gewinne verbuchten die Grünen. Sie kamen auf 23,3 Prozent, ein Plus von 9,2 Punkten. Drittstärkste Kraft ist die CDU mit 20,8 Prozent (minus 6,7). Die Wahlbeteiligung stieg von 38,7 auf 50,2 Prozent.

Das Stimmzettel-Ergebnis kurz vor Redaktionsschluss dieser Zeitung deckte 194 von 199 Stimmbezirken ab. Dieses vorläufige Stimmzettel-Ergebnis berücksichtigt nur einen Teil der abgegebenen Stimmen. Das amtliche Endergebnis teilt die Stadt wegen der aufwendigen Auszählungen voraussichtlich erst am Dienstag mit. Eine Prognose des SWR am Wahlabend ging – hochgerechnet für das Endergebnis – von einem klaren Sieg der Grünen aus. Sie lagen demnach bei 24,9 Prozent, SPD und CDU jeweils unter 20 Prozent.

AfD und FDP legten in dem Zwischenergebnis um jeweils rund zwei Punkte zu. Eine große Überraschung war das Abschneiden von „Die Partei“, die aus dem Stand auf 2,7 Prozent kam.

„Das ist ein super Ergebnis, eine Bestätigung unserer Arbeit“, sagte Grünen-Spitzenkandidatin Melis Sekmen. Über das Abschneiden der CDU sagte ihr Spitzenkandidat Claudius Kranz: „Wir sind mit diesem Ergebnis nicht zufrieden.“ Er gehe davon aus, dass die Bundespolitik bei dieser Wahl ein gewichtiger Faktor gewesen sei.

Der Mannheimer Oberbürgermeister Peter Kurz bezeichnete die sich abzeichnende höhere Beteiligung an der Europa- und der Kommunalwahl in seiner Stadt als „sehr erfreulich“. Quer durch die Parteien zeigten die Zwischenergebnisse aber auch, dass der Bundestrend eine immer stärkere Rolle spiele. Die Lokalpolitik werde von den Wählern deutlich weniger wahrgenommen.

Die in der oben stehenden Grafik ausgewiesenen Gewinne und Verluste beziehen sich der besseren Vergleichbarkeit wegen ebenfalls auf die Stimmzettel-Ergebnisse aus dem Jahr 2014. Vor allem bei der SPD hatte es vor fünf Jahren erhebliche Abweichungen zum amtlichen Endergebnis gegeben.

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