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Maschinenbau Konzernchef Rainer Hundsdörfer sieht seine Strategie bestätigt / Technikvorstand Stephan Plenz geht

Heideldruck erreicht wieder die Gewinnzone

Heidelberg.Nach einem schwachen Auftakt ist der weltgrößte Druckmaschinenbauer Heidelberger Druck im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 in die Gewinnzone zurückgekehrt. „Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass unsere grundsätzliche Strategie stimmt”, sagte Vorstandschef Rainer Hundsdörfer bei einer Telefonkonferenz am Mittwoch. Die im Sommer nach unten korrigierte Jahresprognose bestätigte er, die Umsätze dürften damit in den kommenden Monaten zumindest stagnieren. Die Börse zeigte sich erfreut: Der Kurs der Heideldruck-Aktien stieg um mehr als elf Prozent.

Hundsdörfer hatte zuletzt viel Kritik für seine Umbaupläne einstecken müssen. Er will das Geschäft mit Digitaldruckmaschinen ausbauen und die Umsätze durch langfristige Verträge mit den Kunden besser planbar machen.

Gleichwohl seien die Geschäfte vor allem in Westeuropa weiter durch konjunkturelle Unsicherheiten geprägt, sagte der Vorstand. Man werde daher die eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität fortsetzen. Dazu zähle etwa ein weiterer Ausbau der Fertigung in China und eine Überprüfung des eigenen Produktportfolios. Auch der Vorstand soll verkleinert werden: Technik-Chef Stephan Plenz verlasse das Unternehmen „im gegenseitigen Einvernehmen“ zum Ende seines Vertrags im Juni 2020. 

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