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Corona-Krise Zahl der nachgewiesenen Fälle im Kreis Bergstraße um weitere 12 auf jetzt 96 gestiegen

Hessen erarbeitet Bußgeldkatalog für Verstöße gegen Kontaktverbot

Berlin/Wiesbaden/Bergstraße.Im Kreis Bergstraße gibt es zwölf neue nachgewiesene Corona-Infektionsfälle; 96 sind es damit insgesamt. Das teilte das Landratsamt gestern Abend mit. Demnach verteilen sich die Fälle an der Bergstraße, im Ried und im vorderen Odenwald derzeit folgendermaßen: Bensheim 12, Biblis 1, Bürstadt 4, Einhausen 3, Fürth 6, Heppenheim 6, Lampertheim 33, Lautertal 1, Lindenfels 0, Lorsch 4, Rimbach 2, Viernheim 7 und Zwingenberg 5.

Einschränkung bei Behörden

Die Zulassungsstelle (Verkehrsbehörde) des Kreises Bergstraße sei aufgrund personeller Engpässe nur noch für gewerbliche Kunden geöffnet, teilt die Kreisverwaltung weiter mit. Privatkunden könnten nur bei äußerst dringenden, unaufschiebbaren Notfällen bedient werden. Die Dringlichkeit sei vor Ort nachzuweisen. Im Ausländeramt sind Vorsprachen bis auf Weiteres nur in Ausnahmefällen und nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Erster Corona-Toter in Darmstadt

In der Nacht zum Dienstag ist erstmals in Darmstadt ein positiv auf das Covid-19-Virus getesteter Patient gestorben. Nach Mitteilung der Stadt handelt es sich um einen 89-jährigen Mann, der am Montag mit schweren Vorerkrankungen in ein Darmstädter Krankenhaus eingeliefert worden war.

Deutlich weniger Verkehrsstaus

Die Corona-Krise sorgt auch in Hessen für verkehrsarme Straßen. Nach Angaben des ADAC hat sich das Staugeschehen im Bundesland deutlich verringert. Pendler, Ausflügler und Urlauber blieben derzeit weitgehend zu Hause. Dadurch seien im Vergleich zu sonst kaum Pkw unterwegs. Das Lkw-Aufkommen sei jedoch nahezu gleich geblieben, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Lkw mit wichtigen Lebensmitteln und Hygieneartikeln dürfen derzeit auch sonntags unterwegs sein.

Der Landtag in Wiesbaden machte den Weg für den milliardenschweren Rettungsschirm im Kampf gegen die Corona-Krise in Hessen frei. Der dafür nötige Nachtragshaushalt wurde am Dienstag einstimmig verabschiedet und beschlossen, die Schuldenbremse zu lockern. Hessen will mit Soforthilfen von 2 Milliarden Euro die ganz akuten Folgen der Corona-Pandemie bekämpfen. Die Hessische Landesregierung ist außerdem dabei, einen Bußgeldkatalog zu Verstößen gegen das seit Sonntag geltende umfassende Kontaktverbot zu erarbeiten.

Der Bundestag will an diesem Mittwoch eine Notlage in Deutschland durch die Coronavirus-Epidemie feststellen. Der Bund soll verstärkte Befugnisse beim Infektionsschutz und dadurch mehr Eingriffsmöglichkeiten im ganzen Land erhalten. Außerdem wollen Bundestag und Bundesrat noch in dieser Woche das historische Hilfspaket für Bürger und Unternehmen beschließen. hol/dpa

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