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Corona 29 bestätigte Neuinfektionen in der Region / Derzeit über 120 akute Fälle / Inzidenzwert weiterhin über der ersten Warnschwelle

Höchster Anstieg im Kreis seit Beginn der Pandemie

Archivartikel

Bergstraße.Im Kreis Bergstraße gibt es 29 neue nachgewiesene Corona-Infektionsfälle – der höchste Anstieg seit Beginn der Pandemie im Frühjahr. Ein Infektionsfall steht im Zusammenhang mit einer Gemeinschaftsunterkunft in Lautertal. Die anderen Fälle verteilen sich u. a. auf Bensheim (3), Einhausen (4), Heppenheim (2), Lautertal (2) und Zwingenberg (1). Für enge Kontaktpersonen wird wie üblich Quarantäne angeordnet, teilte die Pressestelle des Landratsamtes am Dienstagabend mit. Da im Kreis Bergstraße innerhalb der vergangenen sieben Tage 58 Neuinfektionen registriert wurden, ergibt sich daraus ein derzeitiger Inzidenzwert von 21,44 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Damit überschreitet der Kreis weiterhin die erste Warnschwelle.

Insgesamt sind jetzt 756 nachgewiesene Infektionsfälle seit Beginn der Pandemie im Kreis Bergstraße bekannt. Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es derzeit insgesamt 630 Personen aus dem Kreis, die vor einiger Zeit positiv auf das Virus getestet wurden und mittlerweile als genesen gelten. Zudem hat es drei Todesfälle gegeben. Damit sind im Kreis Bergstraße aktuell 123 Fälle bekannt, die momentan mit dem Coronavirus infiziert sind.

Derzeit befinden sich vier Patienten mit einer bestätigten Infektion mit dem Coronavirus in einem Krankenhaus im Kreis Bergstraße. Zudem befinden sich derzeit vier Patienten mit einer entsprechenden Verdachtskonstellation in einer Bergsträßer Klinik.

Appell an die Bevölkerung

Angesichts der höchsten Neuinfektionszahl im Kreis Bergstraße seit Beginn der Pandemie und von mehr als 120 aktuellen Infektionsfällen kreisweit rufen Landrat Christian Engelhardt und Gesundheitsdezernentin Diana Stolz die Bevölkerung dazu auf, bei der Eindämmung des Corona-Virus mitzuwirken: „Wir möchten an alle Bergsträßer Bürgerinnen und Bürger appellieren, die Schutzmaßnahmen und Regeln, die durch das Land Hessen beschlossen wurden, einzuhalten. Dazu gehören das Einhalten des Abstands, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, die Einhaltung der Handhygiene und das Lüften. Nutzen Sie bitte auch die Corona-App, um ihre Mitmenschen, wenn Sie infiziert wurden, zu warnen.“

Als Reaktion auf die Entwicklung des Infektionsgeschehens in der Region haben der Kreis und die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) gemeinsam die Wieder-Einrichtung des COVID-Fahrdienstes Südhessen beschlossen, der schon im Frühjahr gearbeitet und angesichts der niedrigeren Infektionszahlen über den Sommer pausiert hatte. Darüber hinaus unterstützt der Kreis aktuell die KVH bei der Einrichtung eines winterfesten COVID-Koordinierungscenters. red

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