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BASF Betriebsratschef kritisiert Verunsicherung der Mitarbeiter

Horvat sieht weitere Jobs bedroht

Ludwigshafen.Der BASF-Betriebsratsvorsitzende Sinischa Horvat rechnet mit weiterem Stellenabbau am Standort Ludwigshafen. Er gehe davon aus, „dass der Kelch an Ludwigshafen nicht vorbeigehen wird“, sagte Horvat im Interview mit dieser Redaktion. Der Chemiekonzern hatte ein zweites Abbauprogramm angekündigt, bei dem 2000 Stellen im Verwaltungsbereich gestrichen werden sollen. Aktuell laufen noch die Beratungen mit dem Betriebsrat. Horvat bezeichnete es als „Fiasko, Menschen zu verunsichern, ohne die Rahmenbedingungen zu nennen“. Er betonte aber, dass die neue Standortvereinbarung die Belegschaft im Stammwerk vor betriebsbedingten Kündigungen schütze.

Horvat zufolge wird innerhalb der BASF über eine neue Betriebsvereinbarung für mobiles Arbeiten nach der Corona-Krise verhandelt, die mehr Flexibilität bringen soll. Der Betriebsratschef stellte aber auch fest: „Der Glanz des Homeoffice ist mittlerweile verblasst.“ 

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