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Wettbewerb Drei Karlsruher Projekte unter den Preisträgern bei „100 Innovationen für Deutschland“ / Vernetzung in globaler Wirtschaft

Ideen stiften Zusammenhalt

Archivartikel

Berlin/Karlsruhe.Unter dem Jahresmotto „Welten verbinden – Zusammenhalt stärken. 100 Innovationen für Deutschland“ sind gestern in Berlin 100 Projekte aus ganz Deutschland ausgezeichnet worden, darunter auch drei aus Karlsruhe: So entwickelten die Karlsruher Preisträger von Kinemic etwa eine Maschinenschnittstelle, die Realität und virtuelle Welt miteinander verbindet und die Arbeit in der Industrie effizienter macht. Auch wurden das Institut für Produktionstechnik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit seiner „Lernfabrik Globale Produktion“ für die Vorbereitung auf eine vernetzte Wirtschaft sowie das Karlsruher Start-Up Renumics mit seinem automatisierten Simulationsprogramm für Ingenieure ausgezeichnet.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stellte heraus: „Unser Land lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen und Brücken schlagen. Von Menschen, die mutig und offen sind für das Unerwartete. Und die mit ihren Ideen Zusammenhalt stiften in unserer Gesellschaft. Ich danke Ihnen für dieses Engagement für unser Land.“ Dr. Markus Kerber, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat, würdigte in einer Laudatio die 100 „Ausgezeichneten Orte im Land der Ideen“. Eine unabhängige Jury hatte die Sieger aus knapp 1500 eingereichten Bewerbungen ausgewählt. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank richten den Innovationswettbewerb seit 13 Jahren gemeinsam aus, wie es in einer Pressemitteilung der bank heißt.

„Innovatives Land“

Harald Eisenach, Sprecher der Regionalen Geschäftsleitung Ost der Deutschen Bank, gratulierte den Preisträgern: „Wir leben in bewegten Zeiten. Manche sagen sogar: Unsere Gesellschaft driftet auseinander. Verliert also die Idee der großen Gemeinschaft an Kraft? Unsere 100 Preisträger kommen zu einem anderen Ergebnis. Ihre ausgezeichneten Ideen belegen eindrucksvoll: Wir sind ein sehr innovatives Land. Und wir halten zusammen – trotz aller Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.“

Prof. Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), erkannte vor allem an, wie sehr die Gesellschaft von denen profitiert, die vorbildhaft vorangehen: „Eine Gesellschaft braucht Zusammenhalt und Chancen für die Teilhabe seiner Bürger. Sonst ist sie kein lebenswerter Ort. Die ‚Ausgezeichneten Orte‘ sind in diesem Jahr Leuchttürme für Gemeinsinn. Die Preisträger verbinden dank ihrer innovativen Ideen Welten – Jung mit Alt, Starke mit Schwachen, Stadt mit Land, Sozialprojekte mit Hightech. Sie beweisen, dass es uns allen Mehrwert bringt, wenn mutige Ideen gefördert und geteilt werden. Ihre 100 Innovationen machen die Gesellschaft ein Stück besser.“

Die 100 Preisträger erwartet jetzt ein Wettbewerbsjahr voller Höhepunkte und professioneller Unterstützung: Ab September werden sie in den Staatskanzleien ihrer Bundesländer empfangen. „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank lassen die Preisträger von ihrem Netzwerk profitieren. Sie werden zu exklusiven Veranstaltungen eingeladen, dürfen mit dem Gütesiegel „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ für sich werben und so neue Kunden, Partner, Sponsoren oder Mitglieder gewinnen. Wie im Vorjahr können sich Preisträger im Rahmen des Deutsche Bank „Made for Good“-Chancenprogramms von Experten und in Seminaren beraten lassen.

„Deutschland – Land der Ideen“ ist die gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den BDI. Ziel bei dem Projekt ist es, Innovationen aus Deutschland im In- und Ausland sichtbar zu machen und die Leistungskraft und Zukunftsfähigkeit des Standorts zu stärken. cao/zg