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Corona-Pandemie Über den Jahreswechsel werden im Kreis Bergstraße 111 neue Infektionen und weitere fünf Todesopfer gemeldet

Impfzentren öffnen am 19. Januar

Archivartikel

Berlin/Wiesbaden/Bergstraße.Im Kreis Bergstraße sind über den Jahreswechsel 111 neue Corona-Infektionen bekanntgeworden. Das Landratsamt meldete gestern 92 neue Fälle für Silvester und 19 für Neujahr. Sie stammen unter anderem aus Bensheim (18), Einhausen (2), Heppenheim (18), Lautertal (2), Lindenfels (4), Lorsch (3) und Zwingenberg.

Fünf weitere Personen sind im Zusammenhang mit der Pandemie gestorben, darunter eine 88-jährige Person und eine 95-jährige Person aus Bensheim. Die Gesamtzahl der Todesopfer erhöhte sich damit auf 115. Zur Zahl der Genesenen und zu betroffenen Einrichtungen machte der Kreis keine Angaben. In den Bergsträßer Krankenhäusern werden 62 Patienten behandelt. Darunter sind 55 mit einer festgestellten Infektion. Beim Rest liege ein Verdacht auf eine Corona-Erkrankung vor.

Wie aus der Mitteilung aus dem Landratsamt weiter hervorgeht, gab es 340 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage, was für heute einer Quote von 125,41 Infektionen pro 100 000 Einwohnern (Inzidenz) entspricht.

4903 weitere Coronavirus-Infektionen sind nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts an Silvester und Neujahr in Hessen registriert worden. Die Gesamtzahl stieg auf 138 379. 2887 Todesfälle werden mit dem Erreger in Verbindung gebracht.

21 373 Menschen wurden bis gestern Mittag mit der ersten Dosis gegen das Coronavirus geimpft – etwa 6000 wegen ihres hohen Alters, gut 12 000 wegen ihres Berufs. Ab dem 19. Januar sollen die ersten Menschen außerhalb von Pflegeheimen und Krankenhäusern geimpft werden, wie das Land mitteilte. Sechs der 28 Impfzentren – darunter das in Darmstadt – sollen dann ihren Betrieb aufnehmen. Anmeldungen zur Corona-Impfung sind demnach ab dem 12. Januar möglich.

Engpässe bei Impfstoff-Lieferung?

Biontech-Chef Ugur Sahin geht davon aus, dass sein Unternehmen Ende Januar Klarheit über die weiteren Produktionsmengen für den Impfstoff haben wird. „Wir versuchen, neue Kooperationspartner zu gewinnen, die für uns produzieren. Aber es ist ja nicht so, als stünden überall in der Welt spezialisierte Fabriken ungenutzt herum“, sagte Sahin (55) dem „Spiegel“. Erste tragfähige Ergebnisse könnte es Ende des Monats auch dazu geben, in welchem Umfang der Biontech-Impfstoff nicht nur Covid-19-Erkrankungen, sondern auch Ansteckungen verhindert.

Diskutiert wird derzeit, ob die nötige zweite Impfdosis später verabreicht werden sollte, um zunächst möglichst viele Menschen zu impfen. Die europäische Zulassungsbehörde EMA dämpfte die Erwartungen: Eine Verabreichung etwa im Abstand von sechs Monaten stehe nicht im Einklang mit den Bestimmungen. dpa/tm

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