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Neckarufer Passanten klagen über Angriffe aus der Luft

Jogger von Krähe attackiert

Mannheim.Beim Joggen am Mannheimer Neckarufer ist eine 26-Jährige in Höhe des Klinikums von einer Rabenkrähe angeflogen worden. Außer ein paar leichten Kratzspuren am Kopf blieb sie jedoch unverletzt. Laut Dirk Schuhmann, Pressesprecher des Universitätsklinikums, mussten in den vergangenen vier Jahren jeweils drei bis fünf Menschen wegen Vogelattacken behandelt werden. Es habe sich jedoch nur um Hautrötungen gehandelt, die stets nur desinfiziert worden seien. Die Patienten hätten danach sofort wieder nach Hause gehen können.

Gerhard Rietschel, Naturschutzbeauftragter der Stadt Mannheim, macht für das Verhalten der Tiere die Brutzeit verantwortlich: „In den Bäumen am Uferbereich gibt es zur Zeit viele Nester“, sagte er. Die Rabenmütter wollten ihre Jungen, die oft noch nicht ganz flugtauglich seien und am Boden säßen, vor vermeintlichen Angreifern schützen. Deshalb warnt der Biologe ausdrücklich davor, die Jungen einzusammeln. Das gelte auch für andere Singvögel. Denn die Eltern versorgen, füttern und schützen ihre Jungen auch außerhalb des Nestes. mai

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