Thema des Tages

CDU-Vorsitz Bis zu zehn Regionalkonferenzen geplant

Kandidaten stellen sich der Parteibasis

Berlin/München.Die SPD sucht nach einem Neustart, bei der CDU kommt der Wettstreit um die Nachfolge von Parteichefin Angela Merkel in Schwung. Am Nachmittag trafen sich die Spitzen in Berlin, um das weitere Verfahren bis zur Wahl der neuen Parteispitze Anfang Dezember festzulegen. Mindestens zwölf Kandidaten sind im Rennen, sie sollen sich der Parteibasis auf Regionalkonferenzen vorstellen. CDU und SPD bleiben auch angesichts massiver Konflikte in der Koalition bundesweit im Umfragetief: Nach dem Trendbarometer des Forsa-Instituts liegt die SPD nur noch bei 13 Prozent.

Am Abend wollte die SPD in Berlin zu ihrer Klausur zusammenkommen. Dabei geht es um die Aufarbeitung der schweren Wahlniederlagen in Hessen und Bayern und darum, wie die Partei wieder mehr Profil gewinnt. SPD-Chefin Nahles hatte zuvor gegen interne Kritiker zurückgeschlagen. „Wenn jemand meint, es schneller oder besser zu können, soll er sich melden“, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“.

Die CDU will in einem transparenten Verfahren der Parteibasis die Chance geben, die Kandidaten für die Merkel-Nachfolge kennenzulernen. Dazu soll es bis zu zehn Regionalkonferenzen geben. Maßgebliche Kandidaten für den Parteivorsitz sind Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Gesundheitsminister Jens Spahn und der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz.

„Kurs war richtig“

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) rief seine Partei auf, am bisherigen Kurs festzuhalten. „Der Kurs der Vergangenheit war richtig – in der Mitte orientiert“, sagte er. Matthias Jung von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hingegen hatte Parteien im „Tagesspiegel“ vor einem „Zurück“ gewarnt. Politische Parteien müssten sich Veränderungen anpassen.

Unterdessen steht die neue schwarz-orange Koalition in Bayern: Nach den Freien Wählern stimmten auch Vorstand und Landtagsfraktion der CSU dem gemeinsamen Koalitionsvertrag einstimmig zu. dpa