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Tiere Vorstoß aus Niederlande irritiert Naturschützer

Katzen sollen im Haus bleiben

Tilburg.Zwei niederländische Juristen fordern ein Streunverbot für Hauskatzen – zum Schutz von Vögeln und anderen Kleintieren. Die Tiere gefährdeten die Artenvielfalt, begründen Arie Trouwborst und Han Somsen von der Universität Tilburg den Vorstoß. Katzen seien eine invasive Art, die vor Jahrtausenden von Vorderasien nach Europa gebracht wurde. Inzwischen zählten sie global zu den am weitesten verbreiteten Räubern und richteten riesige Schäden an. Ihr Vorschlag: Streunende und verwilderte Katzen sollten aus der Landschaft entfernt werden, Besitzer sollten ihre Tiere nicht mehr nach draußen lassen – es sei denn angeleint oder in Gehegen.

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) bewertet die Forderung skeptisch. „Das Katzenproblem muss man ernst nehmen“, sagte Nabu-Vogelexperte Lars Lachmann. Ein Ausgehverbot könne mancherorts durchaus sinnvoll sein. Flächendeckend sei eine solche Maßnahme rechtlich nicht begründbar. dpa

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