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Coronavirus Zahl der nachgewiesenen Fälle in der Region weiter bei 339 / Pandemie umrundet die Erde / Schwerpunkt Lateinamerika

Keine neuen Fälle im Kreis

Archivartikel

Berlin/Wiesbaden/Bergstraße.Im Kreis Bergstraße gibt es keine neuen nachgewiesenen Corona-Infektionsfälle. Insgesamt sind damit weiterhin 339 nachgewiesene Infektionsfälle seit Beginn der Pandemie in der Region bekannt. Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es derzeit insgesamt 292 Personen aus dem Kreis, die vor einiger Zeit positiv auf das Virus getestet wurden und die mittlerweile genesen sind. Zudem hat es drei Todesfälle gegeben. Damit sind im Kreis Bergstraße aktuell 44 Fälle bekannt, die momentan mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert sind. Es gibt derzeit drei Patienten, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden und sich in stationärer Behandlung in den Krankenhäusern im Kreis befinden.

Für Hessen hat die Landesregierung in Wiesbaden unterdessen weitere Lockerungen und Maßnahmen angekündigt. Dies betrifft die Kindertagespflege und Härtefallregelungen für Familien. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hält es außerdem für möglich, dass Schwimmbäder zumindest für den Vereinsbetrieb demnächst wieder geöffnet werden können.

Mittlerweile entwickelt sicher Lateinamerika zum neuen Brennpunkt der Corona-Pandemie. Mit mehr als 255 000 nachgewiesenen Infektionen liegt Brasilien weltweit an dritter Stelle der am schlimmsten betroffenen Länder. Im größten Land der Region sind mindestens 16 853 Menschen in Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Verschärft wird die Lage durch chaotisches Krisenmanagement: Während Rio de Janeiro oder São Paulo Ausgangsbeschränkungen verhängt haben und Geschäfte schließen, hält der rechtspopulistische Präsident Jair Bolsonaro das Virus weiterhin für eine „leichte Grippe“. Er will so schnell wie möglich zur Normalität zurück.

In Chile kam es zu gewalttätigen Protesten. Demonstranten verlangten Lebensmittelpakete von der Regierung, weil sie seit einem Monat nicht mehr zur Arbeit gehen können. In Kolumbien hängen Familien rote Tücher an ihre Haustüren, um auf ihre Not aufmerksam zu machen und um Essen zu bitten. „In Lateinamerika droht eine humanitäre Katastrophe“, sagt der Leiter des katholischen Hilfswerks Adveniat, Pater Michael Heinz. „Auf Covid-19 folgen Hunger und Gewalt.“

Im Süden Russlands am Kaspischen Meer stoßen die Krankenhäuser wegen der Corona-Pandemie an ihre Grenzen. Selbst Kremlchef Wladimir Putin ist wegen der Lage in Dagestan am Kaukasus beunruhigt. Mehr als 7000 Menschen werden Medienberichten zufolge dort in den Kliniken behandelt. Es gebe nur noch gut 1000 freie Betten.

Als Gastgeber der Fußball-WM 2022 steht Katar besonders im Fokus. Dort wurden bisher rund 34 000 Corona-Infizierungen – in den vergangenen Tagen besonders viele neue Fälle – gemeldet. red/dpa

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