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Scoping-Termin „Entenpfuhl“ sorgt für Interessenskollision

Kiesabbau im Konflikt mit Wasserschutz

Archivartikel

Schwetzingen/Ketsch.Bei einem Scoping-Termin zum Vorhaben der Heinrich Krieger KG aus Neckarsteinach, die im Gewann „Entenpfuhl“ auf Gemarkung Schwetzingen zwischen Ketsch und Hockenheim-Talhaus auf 42 Hektar Kies und Sand abbauen will, zeigte sich der Konflikt deutlich: Der Zweckverband Wasserversorgung Kurpfalz (ZWK) möchte eine Neuausweisung des Wasserschutzgebiets um das Wasserwerk Schwetzinger Hardt und hat dazu einen Antrag gestellt – dieser steht dem Vorhaben der Krieger KG entgegen. Denn würde das Wasserschutzgebiet nachhaltig erweitert, befänden sich Baggersee und Kieswerk in der Schutzzone – ein Abbau von Kies und Sand wäre verboten.

„Wir können den gordischen Knoten heute nicht lösen“, sagte Margarete Schuh, Leiterin des Wasserrechtsamts des Rhein-Neckar- Kreises im großen Saal des Landratsamts. Sie ist die Herrin des Verfahrens. Da auch zwei Gutachten jeweils des Zweckverbands und der Krieger KG zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, folgte Schuh dem Vorschlag des ZWK, ein drittes, neutrales Gutachten anfertigen zu lassen.

Zuvor hatten die Behörden und Umweltverbände ein ganzes Bündel an Fragen parat, das die Krieger KG im Umweltverträglichkeitsbericht abarbeiten muss. Von Tier- bis Klimaschutz reichen die umfassenden Forderungen. Im nächsten Schritt sollen sich die Experten und Gutachter zusammensetzen und ihre erarbeiteten Modelle besprechen. mab

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