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CDU Parteichefin kann Leipziger Parteitag als Erfolg werten / SPD nennt Personalquerelen Belastung für große Koalition

Kramp-Karrenbauer erhält weitere Rückendeckung

Archivartikel

Leipzig/Mannheim.In der SPD gilt der Ausgang des Leipziger CDU-Parteitags nicht als gutes Zeichen für den Fortbestand der großen Koalition. Eine der Kandidatinnen für den SPD-Vorsitz, Saskia Esken, kritisierte, die Personalquerelen bei den Christdemokraten gingen unverändert weiter und würden zu einer Belastung für die Bundesregierung.

Die auch intern umstrittene CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte auf dem Parteitag überraschend die Machtfrage gestellt und damit ihre Kritiker in die Schranken gewiesen. Der Parteitag stärkte der Bundesvorsitzenden darauf deutlich den Rücken.

Der Bergsträßer CDU-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär im Forschungsministerium, Michael Meister, sagte dieser Zeitung, es spreche nicht für Kramp-Karrenbauers Kritiker, dass sie sich keinen offenen Widerstand getraut hätten. Auch aus Sicht des Heidelberger Abgeordneten Karl A. Lamers hat die Parteichefin nun „das Ruder wieder fest in der Hand“. Sein Mannheimer Kollege Nikolas Löbel erklärte, die Debatte um die Kanzlerkandidatur sei nun nicht beendet, sondern nur ins nächste Jahr vertagt. Darüber werde dann der Bundesparteitag Ende 2020 entscheiden.

Den Antrag der Jungen Union, über die Kandidatenfrage per Urwahl zu bestimmen, hatten die CDU-Delegierten am Wochenende in Leipzig abgelehnt. dpa/sma

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