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Mannheimer Universitätsmedizin Oberbürgermeister will dauerhaft stärkere Beteiligung des Landes

Kurz fordert Hilfe für Klinikum

Archivartikel

Mannheim.Die Corona-Pandemie hat die Finanznöte des Mannheimer Universitätsklinikums weiter verschärft. Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD), zugleich Chef des Aufsichtsrats, verlangt nun ein Eingreifen des Landes. Das habe ja für seine Universitätsklinika in Heidelberg, Freiburg, Tübingen und Ulm bereits einen Rettungsschirm von jeweils rund 150 Millionen Euro gespannt, sagte Kurz dieser Redaktion. „Unser Klinikum ist etwa halb so groß, bräuchte also ungefähr die Hälfte dieser Summe.“ Doch mit kurzfristiger Hilfe sei es nicht getan. Kurz fordert hier generell eine stärkere Rolle des Landes. Auf die Frage, ob auch die bisherige Teilung der Trägerschaft mit der Stadt zur Debatte stehe, antwortete der Oberbürgermeister: „Es gibt da keine Denkverbote.“

Freddy Bergmann, der Kaufmännische Geschäftsführer des Klinikums, betonte, die Finanzprobleme bedeuteten keine Einschränkung des medizinischen Betriebs: „Wir stellen uns für eine Zukunft mit dem Coronavirus auf, in der wir unsere kompletten universitären Diagnose- und Therapiemöglichkeiten unverändert anbieten.“ Auch sei die Liquidität nach aktuellem Stand bis zum Jahresende sichergestellt. sma

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