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Berufungsprozess Landgericht folgt Urteil des Amtsgerichts

Löbel mit „verbotener Eigenmacht“

Archivartikel

Mannheim.Das Landgericht Mannheim ist der „vorübergehenden Auffassung”, dass CDU-Politiker Nikolas Löbel mit „verbotener Eigenmacht” seinem Mieter die Wohnung weggenommen hat. Sie folgt damit dem Urteil des Amtsgerichts, das Löbel am 7. August dazu verurteilt hat, dem Mieter die Wohnung wieder herauszugeben und ihm die entsprechenden Schlüssel auszuhändigen. Seine endgültige Entscheidung in der Berufung will das Landgericht am 28. Oktober verkünden.

Das Landgericht machte aber klar, dass dem Mieter ein Sieg in dem Verfahren wenig nutzen werde. Denn die betreffende Wohnung in dem Haus in der Neckarstadt-Ost hat Löbel zwischenzeitlich als Wohngemeinschaft an vier Studenten vermietet. Alle anderen neun Wohnungen in dem Haus sind ebenfalls vermietet. Die Vorsitzende Richterin schlug deshalb vor, dass sich beide Parteien auf die Zahlung einer Abfindung für den Mieter einigen. Dies lehnte dessen Anwältin Eva Schlegel-Knödler ab: Ihr Mandant habe einen Bezug zu dem Haus, in dem er seit 40 Jahren wohnt, und sei in der Gegend verwurzelt. „Er will unbedingt in die Wohnung zurück“, sagte sie. Der Mieter hatte seine Wohnung verlassen müssen, weil Löbel sie aufwendig sanierte. 

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