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Maschinenbau Großaktionär attackiert Vorstandschef

Machtkampf an Spitze von Heideldruck

Archivartikel

Heidelberg.An der Spitze des weltgrößten Druckmaschinenbauers Heideldruck ist ein Machtkampf entbrannt. Der Schweizer Großaktionär Ferdinand Rüesch, der im Aufsichtsrat sitzt und knapp acht Prozent der Anteile an dem Unternehmen besitzt, hat sich offen gegen Vorstandschef Rainer Hundsdörfer gestellt. Es gebe bei Heideldruck „akuten Handlungsbedarf“, sagte er der „Wirtschaftswoche“. „Meine wachsende Unzufriedenheit mit der operativen Führung der Gesellschaft und der Aufsicht habe ich in persönlichen Gesprächen mit den betroffenen Personen klar und unmissverständlich geäußert.“

Heideldruck steckt nach jahrelanger Krise mitten in einer Neuausrichtung und musste Mitte Juli aufgrund der konjunkturellen Eintrübung seine Jahresziele aufgeben. Der Aktienkurs brach in Folge ein und sank unter den Wert von einem Euro. Aufsichtsrat und Betriebsrat allerdings stärkten in einem Schreiben an die Belegschaft, das dieser Zeitung vorliegt, dem Vorstand den Rücken: „Der Aufsichtsrat steht geschlossen hinter der Strategie von Herrn Hundsdörfer.“

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