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Corona Kämmerer will geplante Investitionen prüfen

Mannheim muss noch mehr sparen

Mannheim.Wegen der finanziellen Belastungen durch die Corona-Pandemie muss die Stadt Mannheim bei den vorgesehenen Investitionen sparen. Das kündigte Finanzbürgermeister Christian Specht (CDU) im Interview mit dieser Redaktion an.

Bei den bis zum Jahr 2024 geplanten Projekten führe man derzeit eine „Inventur“ durch, so der Kämmerer. „Dabei schauen wir, ob alle geplanten Investitionen auch nach Corona in der geplanten Form notwendig sind oder ob sich einzelne Investitionen möglicherweise auf einen späteren Zeitpunkt verschieben lassen“, sagte Specht.

Konkrete Projekte oder auch ein genaues Sparvolumen wollte Specht auf Nachfrage nicht nennen. Das müsse der Gemeinderat entscheiden, dem der Kämmerer „noch im Januar“ eine Fortführung der Finanzplanung bis zum Jahr 2024 vorlegen will.

Unterstützung erwünscht

Im vergangenen Jahr hatte die Corona-Pandemie ein Loch von rund 210 Millionen Euro in den Mannheimer Haushalt gerissen. Wie die Finanzlage in diesem Jahr aussehen werde, lasse sich derzeit noch nicht sagen – „und das bereitet uns große Sorge“, so Specht.

Von Bund und Land wünscht sich Mannheims Finanzdezernent, der auch stellvertretender Vorsitzender des Finanzausschusses des Deutschen Städtetages ist, dass sie den Kommunen auch in diesem Jahr wieder die Ausfälle bei der Gewerbesteuer ersetzen. 

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