Thema des Tages

Krebsforschung

Mediziner protestiert

Archivartikel

Mannheim.Harald zur Hausen (Bild) kritisiert die Berichterstattung über die im Februar veröffentlichten Ergebnisse seiner Forschung scharf. Es sei „viel Unsinn in der Presse wiedergegeben worden“, sagte der Nobelpreisträger und Mediziner des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg in einem Interview mit dieser Zeitung. Verschiedene Medien hatten mit den Worten getitelt: „Mediziner warnt vor Milch-Erregern“. Das dementiert zur Hausen.

Der Mediziner hatte seine Ergebnisse zu möglichen Erregern in Rindfleisch und Kuhmilchprodukten im Februar veröffentlicht. Laut der Hypothese verursachen diese Erreger chronische Entzündungen, die ein höheres Risiko für Dickdarm-, Brust- und Prostatakrebs bedeuten können. „Ich habe in keinem Wort vor dem Konsum dieser Lebensmittel gewarnt“, so zur Hausen.

Am Dienstag, 7. Mai, hält der Forscher auf dem Maimarkt in der Halle 26 einen Vortrag über das Thema „Infektionen als Krebsursache“. jor (Bild: zur Hausen)