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Bildung Streit um die Lage der Grundschulen

Mehr Geld für Schulleiter

Archivartikel

Stuttgart.Die baden-württembergische Landesregierung will die Rektoren von kleinen Schulen finanziell besserstellen. Jährlich 20 Millionen Euro sieht der Gesetzentwurf von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) vor, der dieser Zeitung vorliegt. „Es ist bekannt, dass es seit Jahren insbesondere bei den Grundschulen große Schwierigkeiten gibt, Schulleiterstellen zu besetzen“, erklärte die CDU-Politikerin. Zeitgleich startete die Lehrergewerkschaft GEW am Montag eine Kampagne mit dem Ziel, die Ausstattung der Grundschulen zu verbessern. „Mit großer Sorge betrachten wir die aktuelle Situation der Grundschulen und die Maßnahmen der Ministerin und der Landesregierung“, heißt es in einem offenen Brief.

Eisenmann will die Leiter von Grundschulen mit mindestens 40 Schülern um eine Besoldungsstufe anheben. Auch die Rektoren von kleineren Haupt-, Werkreal- und Realschulen sollen sich finanziell verbessern. Der CDU-Regierungsfraktion reicht das nicht. Sie will die Verbesserungen auch für die Leiter von Minischulen mit weniger als 40 Schülern. Der CDU-Abgeordnete Raimund Haser verwies darauf, dies führe lediglich zu jährlich 420 000 Euro Mehrkosten. Die Grünen hatten dies bei den Haushaltsberatungen blockiert.

Den Vorwurf der GEW, im Südwesten würden die Grundschulen vernachlässigt, wies Eisenmann scharf zurück. „Ich schätze die kritische Auseinandersetzung und das Ringen um Inhalte. Aber der GEW geht es nur darum, schlechte Stimmung zu verbreiten“, sagte die Ministerin. Ihr liege die Zukunft der Schulart sehr am Herzen. Es sei in den vergangenen drei Jahren viel geschehen, „auch um den jahrelangen Stillstand wieder aufzuholen“. pre

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