Thema des Tages

Jubiläum Festakt zum 350. Geburtstag / Familie steht zum Konzern / Fremdaktionäre denkbar

Merck hält am Pharmageschäft fest

Archivartikel

Darmstadt/Bergstraße.Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck will auch bei künftigen Misserfolgen am traditionellen Pharmageschäft festhalten. Nach einer jahrelangen Durststrecke hat Merck in letzter Zeit neue Arzneimittel auf den Markt gebracht.

Der ganz große Durchbruch blieb aber bislang aus. Im nächsten Jahr werden höhere Erträge aus den neuen Medikamenten erwartet. „Wir stehen zu Pharma, auch wenn kein Blockbuster herauskommt“, sagte Frank Stangenberg-Haverkamp (Bild), Vorsitzender der Vorstands und persönlich haftender Gesellschafter der E. Merck KG, in der die 266 Eigentümerfamilien ihre Anteile am Traditionskonzern gebündelt haben. Gestern wurde mit einem Festakt der 350. Geburtstag gefeiert.

Die Familie stehe zwar weiterhin fest zu Merck, so Stangenberg-Haverkamp, gleichwohl könne sich der derzeitige 70-Prozent-Anteil reduzieren. Sollte es die Möglichkeit geben, durch einen solchen Schritt Merck etwa über neue Investoren besser aufzustellen, sei das denkbar. „Wir suchen aber nicht danach“, machte er klar. mir/Bild: dpa