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CDU Endspurt im Rennen um Parteivorsitz

Merz siegesgewiss

Archivartikel

Berlin.Friedrich Merz rechnet für sich gute Chancen aus, Mitte Januar zum CDU-Parteivorsitzenden gewählt zu werden. „Dieses Mal habe ich deutlich mehr Zeit, mich auf die Wahl vorzubereiten“, sagte Merz im Interview mit dieser Redaktion. „Ich bin deshalb sehr zuversichtlich, aber ich kämpfe natürlich um jede Stimme.“ Ohne selbst derzeit ein politisches Amt zu begleiten, liege er in Umfragen in der Spitzengruppe, hob Merz hervor. Auf dem Online-Parteitag der CDU am 15. und 16. Januar kandidiert Merz für die Nachfolge von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und der Außenpolitiker Norbert Röttgen wollen Parteivorsitzende werden.

Unterdessen hält es Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble für möglich, dass die Union einen Kanzlerkandidaten aufstellt, der weder CDU- noch CSU-Chef ist. Ähnliche Diskussionen habe es auch in der Vergangenheit schon gegeben. Der beliebteste CDU-Politiker ist einer aktuellen Umfrage zufolge derzeit Gesundheitsminister Jens Spahn.

Schulen schnell öffnen

Merz sagte, von der Runde der Kanzlerin mit den Regierungschefs der Länder wünsche er sich ein „möglichst einheitliches Vorgehen“. Zum Thema Schulen in der Corona-Pandemie erklärte er: „Was mich am meisten beschwert, ist nicht der ökonomische Schaden durch den Lockdown, sondern der massive Schaden in der Bildung unserer Kinder durch die geschlossenen Schulen.“ Darunter litten vor allem die Kinder aus sozial schwachen Familien. Merz stellte sich hinter die Forderung von Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU), die Schulen so schnell wie möglich wieder zu öffnen. red/dpa

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