Thema des Tages

Kriminalität Mitarbeiter und Dienstleister unter Verdacht

Millionenbetrug bei der BASF

Ludwigshafen.Mitarbeiter der BASF sollen zusammen mit externen Dienstleistern das Ludwigshafener Chemieunternehmen um einen Millionenbetrag geprellt haben. So sollen über mehrere Jahre Rechnungen beglichen worden sein, für die es keine Gegenleistung gab. Das bestätigten gestern die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern sowie die BASF dieser Zeitung.

Nach Angaben des Leitenden Oberstaatsanwalts Udo Gehring ist ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Der Verdacht richte sich gegen vier BASF-Mitarbeiter, von denen einer im Februar verstorben sei. Zudem sollen fünf Beschäftigte von fünf Fremdfirmen an dem Betrug beteiligt gewesen sein. Die BASF-Angestellten, die laut Staatsanwaltschaft einer unteren Führungsebene angehören, hätten eng mit den Firmen zusammengearbeitet. Es bestehe auch der Verdacht der Bestechlichkeit beziehungsweise der Bestechung.

Herausgekommen war der Betrug bei internen Prüfungen der BASF, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, wie ein Firmensprecher erklärte. Am 30. Januar waren in der Folge Arbeitsplätze und Wohnungen der internen sowie der externen Mitarbeiter durchsucht worden. Die sichergestellten Unterlagen und Daten werden nun ausgewertet, so die Staatsanwaltschaft. Hdf/her