Thema des Tages

Berufswelt BASF-Teams probieren neue Modelle aus / Studie: Viele Firmen zurückhaltend

Mobiles Arbeiten im Test

Mannheim/Ludwigshafen.Mehrere Abteilungen des Ludwigshafener BASF-Konzerns testen derzeit in einem Pilotprojekt, ob und wie es möglich ist, dass komplette Teams mobil arbeiten – also von unterwegs oder von zu Hause aus.

„Es geht darum, neue Arbeitsformen zu etablieren, damit der Standort Ludwigshafen für unsere jetzigen, aber auch für künftige Mitarbeiter attraktiv bleibt“, sagt Rolf Haselhorst, Leiter des Europäischen Standortmanagements. Wenn ein Teil der Belegschaft zu Hause statt im Unternehmen arbeite, könne das zudem den Verkehr rund um die BASF entlasten. Vor allem wenn die Hochstraße Nord wie geplant abgerissen und die Rheinbrücken saniert werden, fürchtet der Konzern große Probleme für viele seiner Beschäftigten, die zur Arbeit pendeln.

Insgesamt setzt sich mobiles Arbeiten bei den Unternehmen unterdessen nur langsam durch: Das zeigt eine Untersuchung des Mannheimer Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Demnach haben im vergangenen Jahr nur 26 Prozent aller Betriebe in Deutschland zumindest einem Teil ihrer Belegschaft die Möglichkeit angeboten, mobil zu arbeiten. Als Hauptgrund wird genannt, dass sich die Tätigkeiten dafür nicht eignen. tat