Thema des Tages

Islam Platznot bei Glaubensgemeinden in der Region / Wunsch nach schöneren Räumen

Moscheen loten neue Standorte aus

Rhein-Neckar.Parkplatzprobleme, zu kleine Räume für Gebete und der Wunsch nach einem "repräsentativen Gebäude" - das treibt viele Moscheegemeinden in der Region um. "Es gibt Gebetshäuser, die wenige und kleine Räume haben, die nicht für eine gute Jugend-, Frauen- und Seniorenarbeit ausreichen", sagte Talat Kamran, Leiter des Mannheimer Instituts für Integration und interreligiösen Dialog dieser Zeitung. Zudem sei der Wunsch stark, die eigenen Gebetsräume "zu verbessern und zu verschönern". Diesen Ansatz teilt auch das Integrationsbüro der Stadt Mannheim: Ein repräsentativer Bau fördere den Austausch zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen, sagte Integrationsbeauftragter Claus Preißler.

Andrang zum Freitagsgebet

Erst vor Kurzem zog die Albanische Moschee Mannheim in einen Neubau in der Neckarstadt-West. In Viernheim wartet die Eyüp-Sultan-Moschee noch auf die Baugenehmigung für ein Gebetshaus. Voraussichtlich wird es rund eine Million Euro kosten. Die Glaubensgemeinde war nach eigenen Angaben mehrere Jahre auf der Suche nach einem neuen Grundstück.

Durch den steigenden Zulauf kämpfen Moscheen häufig mit Parkplatzproblemen. "Zu unserem Freitagsgebet kommen durchschnittlich 400 bis 500 Muslime aus der Region", sagte Mehmet Elibol, Sekretär der Türkisch Islamischen Gemeinde Hockenheim.