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Wohnen Immobilienpreise der Rhein-Neckar-Region erneut höher / Heidelberg am teuersten / Großer Anstieg in Bensheim

„Normalverbraucher können sich Mieten oft nicht leisten“

Archivartikel

Rhein-Neckar.Die Immobilienpreise in der Rhein-Neckar-Region sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Wie eine Auswertung der Landesbausparkassen (LBS) zeigt, beträgt der regional unterschiedliche Anstieg etwa bei gebrauchten frei stehenden Häusern bis zu zehn Prozent. Die Preise für neue Eigentumswohnungen sind teilweise um bis zu acht Prozent gestiegen. Die größten Preisexplosionen gibt es beim Bauland, das an manchen Orten der Region um bis zu 25 Prozent teurer geworden ist.

Erhebliche Steigerungen verzeichneten die Immobilienexperten der LBS in Bensheim. Dort kosten beispielsweise neue Reihenhäuser im Durchschnitt 18 Prozent mehr als im Vorjahr, gebrauchte neun Prozent. Baugrundstücke sind sogar um ein Viertel teurer geworden.

Auch in Ludwigshafen haben die Preise deutlich angezogen. Für gebrauchte Immobilien werden dort acht bis elf Prozent mehr fällig, während in Mannheim bei diesen keine Steigerung festgestellt wurde. Für neue Häuser und Wohnungen müssen hier aber zwei bis acht Prozent mehr ausgegeben werden.

Die teuerste Stadt zum Wohnen bleibt Heidelberg. Der Quadratmeterpreis einer durchschnittlichen Eigentumswohnung liegt der Auswertung zufolge dort meist bei 3800 Euro. In Bensheim sind es demnach 3000, in Schwetzingen 2400, in Weinheim 2100 und in Mannheim 1900 Euro.

Vor allem Städte betroffen

„Jeder will Immobilien kaufen, kaum jemand möchte verkaufen – so kommen die hohen Preise zustande“, erklärt der Mannheimer Makler Frank Sponagel die Entwicklung. Das treibt auch die Mieten weiter hoch. „Das Preisniveau ist sehr stark gestiegen“, so die Schwetzinger Maklerin Jacqueline Koch-Mattern. „Otto Normalverbraucher können sich im städtischen Bereich die Mieten oft nicht mehr leisten.“

Entspannung ist nicht in Sicht. Die LBS erwartet für das laufende Jahr im Durchschnitt eine weitere Preissteigerung von vier bis sechs Prozent. „Ohne die Ausweisung neuen Baulands wird es nicht gelingen, die Bodenpreise einzudämmen und preiswerten Wohnraum zu errichten“, sagt Verbandsdirektor Axel Guthmann.

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