Thema des Tages

Erneuerbare Energien Genehmigungsstau und Klageflut bereiten Unternehmen Schwierigkeiten / MVV steigert Anteil deutlich

Ökostrom nimmt zu – aber Windkraftausbau stockt

Archivartikel

Berlin/Mannheim.Viel Sonne und Wind haben der deutschen Solar- und Windkraftindustrie einen starken Sommer beschert. Wie das Fraunhofer-Institut am Mittwoch mitteilte, speisten Windräder und Photovoltaikanlagen zwischen Juni und August etwa zehn Prozent mehr Strom ins öffentliche Netz als in den Sommermonaten 2018. Gleichzeitig ging die Produktion von aus Braun- und Steinkohlekraftwerken stammendem Strom deutlich zurück. Bei der Braunkohle war es ein gutes Drittel weniger als im Sommer 2018, bei der Steinkohle belief sich der Rückgang sogar auf 50 Prozent. Auch die Mannheimer MVV setzt zunehmend auf erneuerbare Energien und steigerte zuletzt diesen Anteil an ihrer gesamten Stromerzeugung auf 62,5 Prozent, teilte ein Sprecher mit.

Klimaziele gefährdet

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie der Energieverband BDEW haben die Bundesregierung trotz der vom Institut veröffentlichten Zahlen scharf kritisiert. Demnach belasten Staus bei der Genehmigung neuer Windkraftanlagen und Klagefluten deutsche Unternehmen. Laut DIHK seien die von der Bundesregierung gesteckten Klimaziele und Ziele für erneuerbarer Energien in Gefahr. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plant am 5. September ein Krisentreffen mit Vertretern der Länder und der Branche. seko/dpa

Zum Thema