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Waffenlieferungen Unklarheit über deutsche „Leopard 2“

Panzer für syrische Rebellen?

Archivartikel

Berlin.Die Bundesregierung hat nach Angaben einer Sprecherin keine eigenen Informationen über eine mögliche Weitergabe von an die Türkei gelieferten „Leopard“-Panzern an verbündete syrische Rebellen. „Selbstverständlich haben wir ein grundsätzliches Interesse daran, dass Rüstungsexporte und die Regeln, die wir bei diesen Rüstungsexporten verfolgen, eingehalten werden“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin weiter.

Türkei gibt Waffen weiter

Bei der Offensive in Nordsyrien setzt die Türkei auch aus Deutschland gelieferte „Leopard-2“-Panzer an der Seite islamistischer Verbündeter ein. Ein Sprecher von Dschaisch al-Islam hatte Anfang des Monats bestätigt, dass die Türkei und die Rebellen gemeinsam in der Nähe der Grenzstadt Ras al-Ain vorgerückt seien. Die Türkei habe Dschaisch al-Islam mit Ausrüstung und schwerem Gerät versorgt, sagte Milizensprecher Hamsa Birakdar. „Uns wurden drei schwer gepanzerte Fahrzeuge und Truppentransporter gegeben.“

Die Frage, ob Mitglieder des Rebellenbündnisses der Syrischen Nationalen Armee (SNA) auf „Leopard 2“ trainiert wurden, beantwortete er mit „Ja“. Ein Sprecher der SNA dagegen sagte, die Panzer gehörten den türkischen Truppen. dpa

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