Thema des Tages

BASF-Prozess

Plädoyers stehen an

Archivartikel

Ludwigshafen/Frankenthal.Im Laufe der Woche wird mit den Plädoyers im Prozess um das Explosions-Unglück bei der BASF vom Oktober 2016 gerechnet. Damit ist auch das Urteil nicht mehr fern. Das Hauptaugenmerk galt in dem Verfahren, in dem der 63-jährige Andrija K. aus Bosnien-Herzegowina wegen fahrlässiger Tötung angeklagt ist, der Frage, ob der Arbeiter ein falsches Rohr angeschnitten hat. Ferner war zu klären, wie die Rohre gekennzeichnet waren. Dazu gab es ein ausführliches TÜV-Gutachten zum Zustand der Anlage und zum Sicherheitsmanagement bei der BASF.

Fünf Menschen waren bei der Katastrophe, die die ganze Metropolregion erschütterte, zu Tode gekommen. Dutzende Verletzte waren die Folge einer Reihe von Explosionen. „Ich denke, ich war am richtigen Rohr“, hat der Angeklagte, der in Mannheim lebt, im Verlauf des Prozesses ausgesagt. Für die BASF war das Unglück Anlass, das Risiko von Verwechslungen bei Arbeiten an Rohrleitungen weiter zu reduzieren. Mindestens 500 Millionen Euro hat die BASF dem Gericht zufolge – etwa durch Produktionsausfälle – verloren.

Zum Thema