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Umfrage Wunsch nach breiten und asphaltierten Wegen

Radfahrer fühlen sich unsicher

Berlin/Mannheim.Radfahrer in Deutschland sorgen sich zunehmend um ihre Sicherheit im Straßenverkehr. Das ist das Ergebnis der großen Umfrage für den Fahrradklima-Test, den der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) gestern in Berlin vorstellte.

Für den Test beantworteten rund 170 000 Radfahrer aus 638 deutschen Städten und Gemeinden jeweils rund 30 Fragen rund ums Radfahren. Im Ergebnis bewerteten Radfahrer ihr Sicherheitsgefühl nur noch mit der Schulnote 4,2. Bei der vergangenen Befragung im Jahr 2016 lag dieser Wert noch bei 3,9. Für das Stimmungsbarometer wurde auch gefragt, ob Radfahren Spaß macht oder eher Stress bedeutet. Mit der Schulnote 3,9 war der allgemeine Zufriedenheitswert schlechter als in den Jahren 2014 (3,7) und 2016 (3,8).

Der ADFC wertet diese Umfrageergebnisse als besorgniserregend. Viele Radfahrer fühlten sich als Verkehrsteilnehmer nicht ernst genommen, von Falschparkern auf Radwegen behindert und durch schlechte Infrastruktur ausgebremst. Die Radfahrer benoteten auch die Städte und Gemeinden, die bei der Umfrage je nach Größe in sechs Klassen eingeteilt wurden. Ein Wunsch eint dabei 80 Prozent aller Befragten: Sie möchten vom Autoverkehr getrennte, glatt asphaltierte Radwege, die breit genug sind fürs Überholen.

Mannheim auf neuntem Platz

Die Stadt Mannheim liegt mit einer Note von 3,94 im Bundesdurchschnitt und belegt den neunten Platz. Die deutschlandweite Gesamtnote liegt bei 3,9. Zwei Jahre zuvor betrug sie noch 3,8. In der dritten Kategorie (100 000 bis 200 000 Einwohner) schafft es Heidelberg mit 3,57 auf Platz vier, Darmstadt auf den neunten Platz, Ludwigshafen landet mit 4,21 auf Rang 28.

In der vierten Gruppe (50 000 bis 100 000 Einwohner) liegt Speyer auf Platz 34, Worms auf Platz 70. Karlsruhe sichert sich bei den Städten zwischen 200 000 und 500 000 Einwohnern den ersten Platz. Frankfurt liegt in der Gruppe mit mehr als einer halben Million Einwohnern auf Platz vier. (mit dpa)

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