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Verkehr Nach der Bundesgartenschau will die Deutsche Bahn drei Brücken sanieren und ein ungenutztes Gleis wieder aktivieren

Riedbahn-Ausbau soll Ende 2023 starten

Archivartikel

Mannheim.Die Deutsche Bahn hat Zeitplan und Kosten für den Ausbau der östlichen Riedbahn in Mannheim konkretisiert. Demnach will sie „nach derzeitigem Stand nach der Buga“ starten, wie ein Sprecher auf Anfrage erklärte. Das wäre also frühestens im Herbst 2023. Das Projekt kostet rund 36 Millionen Euro. Eine Genehmigung durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) steht allerdings noch aus.

Die Bahn will auf der im Osten Mannheims vom Hauptbahnhof auf den Waldhof verlaufenden Schienenstrecke unter anderem drei Brücken sanieren – die Querungen über die Wilhelm-Varnholt-Allee, die Seckenheimer Landstraße in Neuostheim und das Paul-Martin-Ufer am Neckar. Außerdem sollen in Neuostheim eine S-Bahn-Station und zwei Lärmschutzwände entstehen. Darüber hinaus will die Bahn auf einer Länge von zwei Kilometern ein derzeit ungenutztes zweites Gleis wieder in Betrieb nehmen. Dadurch kann sie auf der Trasse nicht nur den S-Bahnverkehr ausweiten, sondern auch mehr Güterzüge fahren lassen. Aktuell sind es knapp 90 täglich, in den Bauunterlagen ist von 154 im Jahr 2025 die Rede. Eine andere Prognose der Bahn geht sogar von 253 jeden Tag aus. Stadtverwaltung, Politik und Anwohner fordern deshalb einen Güterzugtunnel unterhalb des Stadtgebiets. Der Verband Region Rhein-Neckar verabschiedete dazu auch ein Positionspapier.

Von Bürgern und Organisationen waren insgesamt 2300 Einwendungen gegen den Riedbahn-Ausbau vorgebracht worden. Das EBA hatte von der Bahn daraufhin Nachbesserungen gefordert, die aber nicht grundsätzlicher Natur waren. Aktuell warte man noch auf die vollständigen, überarbeiteten Bauunterlagen, so ein EBA-Sprecher. Bis wann mit einer Entscheidung zu rechnen sei, konnte er nicht sagen.

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