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Corona-Pandemie Branche leidet unter Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober

Schausteller kündigen Klage an

Archivartikel

Mannheim.Die Schausteller erwägen rechtliche Schritte gegen die Entscheidung von Bund und Ländern, Großveranstaltungen bis Ende Oktober zu verbieten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und alle Ministerpräsidenten hatten sich am Mittwoch wegen der Corona-Pandemie darauf geeinigt, dass Volks- und Straßenfeste, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich sind, mindestens bis zu diesem Datum untersagt bleiben. Details müssen die Länder noch regeln. Für die Schausteller komme dies aber einem Berufsverbot gleich, so Stephan Schuster, der Vorsitzende des Mannheimer Schaustellerverbandes. Die Branche habe die komplette Saison über keinerlei Einnahmemöglichkeiten und damit keine Überlebenschance. Daher erwäge man, zu Großdemonstrationen mit Schaustellerfahrzeugen aufzurufen und vor Gericht zu ziehen.

In Mannheim sind von dem Verbot neben der Herbstmess auch die Feudenheimer Kerwe, zu der an zwei Tagen oft über 30 000 Menschen strömten, und das Oktoberfest mit einem 3300 Menschen fassenden Festzelt sowie viele weitere Events betroffen.

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