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Schon jetzt filmreif

Archivartikel

Wäre das Filmfestival Ludwigshafen ein Hollywoodstreifen, wäre es ein Mehrteiler. Ein Publikumsliebling, dessen neuen Teil keiner verpassen will. Ein Klassiker. Am Anfang, vor 15 Jahren, stand das Drehbuch. Dahinter inspirierte Personen, die einen Traum und eine Vision hatten. Und Ehrgeiz. Wie beim Film sieht jedoch der im Ambiente schwelgende Besucher nicht die Anstrengung, die hinter der Produktion des Werks steckt: Unterhaltung will gemanagt sein. Der Spaß der anderen verlangt eine straffe Organisation. Dass das in Ludwigshafen klappt, liegt auch daran, dass die verschiedenen Akteure wie zum Beispiel die Stadt Ludwigshafen und die Festivalorganisatoren gut zusammenarbeiten. Schon jetzt lässt sich sagen, dass für die Anwohner brennende Themen wie die Parkproblematik im Dialog mit diesen erheblich verbessert wurden. Das war die gekonnte Adaption des Drehbuchs des neuen Teils, quasi als Reaktion auf Fangemeinde und Kritiker zugleich. Weil sich das Organisationsteam flexibel gezeigt hat, kann weiterhin das Set die schöne Parkinsel sein.

Thematisch hat der Film „Filmfestival“ hohen Anspruch. Schon jetzt wird er seinem gesellschaftlichen Auftrag gerecht: Die gezeigten Filme sind eben nicht nur Schall, Rauch und Fantasie. Sie prägen Diskurse und nehmen Elemente aus der Welt in sich auf. Sie können Debatten anheizen, gesellschaftliche Problematiken aufzeigen. Kunst in Form von Filmen prägt unsere Gesellschaft und hat die Macht, etwas zu bewegen. Daher ist es so wichtig, dass dieses Kulturgut weiterhin in Ludwigshafen eine große Leinwand findet.

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