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Virus Gesundheitsminister besucht Quarantäne-Station in Germersheim / Entwarnung nach weiteren Tests

Spahn rechnet mit mehr Coronafällen

Germersheim/Peking.Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schließt ein mögliches Einreiseverbot aus dem besonders vom Coronavirus betroffenen China nicht aus. „Natürlich denken wir darüber nach, was jetzt notwendig ist, aber auch, was notwendig werden kann, wenn sich die Lage weiter entwickelt“, sagte Spahn am Mittwoch bei einer Pressekonferenz vor der derzeitigen Quarantäne-Station in der Germersheimer Südpfalz-Kaserne. Wegen des Virus plant Spahn ein Treffen der europäischen Gesundheitsminister. Zusammen mit seiner französischen Kollegin Agnès Buzyn habe er den Wunsch bereits bei der EU-Ratspräsidentschaft platziert. Das Treffen werde bereits in den nächsten Tagen stattfinden können.

Spahn rechnet zudem mit weiteren Infizierten. „Eines bleibt klar: Der Höhepunkt ist noch nicht erreicht“, sagte er, „was die Infektionszahlen und Entwicklungen in China angeht, und damit auch in der Welt und in Deutschland.“

Für die Menschen in Germersheim wurde am Abend Entwarnung gegeben. Bei den Rückkehrern aus China sei kein weiteres Coronavirus nachgewiesen worden, teilte das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium mit. Die Gesundheitsbehörden sehen eine weitere Testung in einer Woche und am Ende der geplanten Quarantänezeit von zwei Wochen vor. Derzeit sind in Deutschland zwölf Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Laut Spahn geht es ihnen gut.

Unterdessen ist die Zahl der Infektionen und Toten in China schneller gestiegen als zuvor. Bis Mittwoch kletterte die Zahl der Patienten mit der Lungenkrankheit auf 24 324, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete. Die Zahl der Toten stieg auf 490. (mit dpa)

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