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Zinsen Verbraucherschützer erfolgreich mit Abmahnung

Sparkasse Heidelberg reagiert

Archivartikel

Heidelberg.Nach einer Abmahnung durch die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat die Sparkasse Heidelberg den Verbraucherschützern zufolge eine Unterlassungserklärung abgegeben. Die Organisation hatte der Bank vorgeworfen, in einem langfristigen Sparvertrag eine unzulässige Klausel zu verwenden. Diese habe geregelt, wie der jeweils geltende Zinssatz festgelegt werde.

Die Verbraucherschützer hatten in einer Anfang August veröffentlichten Untersuchung bei insgesamt 31 Banken Klauseln in langfristigen Sparverträgen gefunden, die ihrer Ansicht nach unzulässig sind. Den betroffenen Kunden seien dadurch teils hohe Zinserträge entgangen. In 43 untersuchten Fällen seien insgesamt knapp 90 000 Euro zu wenig ausgezahlt worden, im Schnitt 2092 Euro pro betroffenem Verbraucher.

Mehrere Beschwerden

„Mit der Unterlassungserklärung verpflichtet sich die Sparkasse Heidelberg, sich bei Zinsanpassungen nicht mehr auf diese Klausel zu berufen“, sagt Niels Nauhauser, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Die Sparkasse wollte das Thema nicht kommentieren. „Wir bitten um Verständnis, dass sich die Sparkasse Heidelberg zu einzelnen Produkten unseres Hauses und insbesondere zu einzelnen Kundenbeziehungen nicht äußert“, teilte das Institut auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Von Kunden der Sparkasse Heidelberg liegen der Verbraucherzentrale Nauhauser zufolge mehrere Beschwerden vor. Zwei Fälle habe man bisher im Detail untersucht und sei zu dem Schluss gekommen, dass die Bank den Kunden weniger als die Hälfte der Zinsen gutgeschrieben habe, die ihnen zustünden. tat

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