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Corona-Krise Hessische Landesregierung beschließt am Freitag Lockerungen / Im Kreis zwei neue Infektionsfälle am Donnerstag, kein weiterer am Maifeiertag

Spielplätze öffnen am Montag wieder

Archivartikel

Wiesbaden.Die Hessische Landesregierung hat am Freitag nach der Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder vom Donnerstag Lockerungen bei den Corona-Beschränkungen beschlossen. Ab Montag können in Hessen unter anderem Friseure, Museen und Tierparks unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln öffnen. Auch Spielplätze dürfen wieder genutzt werden. In Bensheim soll am Wochenende darüber beraten werden, wie die Öffnungen lokal umgesetzt werden können.

„Wir haben die Pandemie noch lange nicht überstanden. Deshalb hat für uns nach wie vor der Schutz der Gesundheit unserer Bürger die höchste Priorität. Wir halten unseren Kurs und lockern die Beschränkungen dort, wo wir es verantworten können. Ein Wettbewerb zwischen den Ländern, wer am schnellsten die Rückkehr in die Normalität schafft, hilft niemandem. Wir gehen schrittweise und bedacht voran und wollen den Menschen gleichzeitig eine Perspektive für die Zukunft geben“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier.

Lockerungen ab Wochenbeginn

Öffnen dürfen in Hessen ab Montag (4.) unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln:

Spielplätze

Museen, Ausstellungen, Schlösser und Gedenkstätten – unter der Vorgabe, dass eine individuelle Nutzung erfolgt. Gruppenaktivitäten oder Führungen können nicht angeboten werden. Als Richtwert gilt, dass sich eine Person auf einer Fläche von 20 Quadratmetern aufhalten darf

Hundesalons und Hundeschulen

Tierparks, Zoos und Botanische Gärten

Copyshops

Fahrschulen (nur für Berufskraftfahrer), Musikschulen und Privatunterricht (als Einzelunterricht und in Kleingruppen von bis zu fünf Personen)

Friseure und andere Dienstleister im Bereich der Körperpflege wie zum Beispiel Kosmetik-, Nagel- und Tattoostudios sowie Massagepraxen. Dabei müssen die Anbieter für die gesamte Dauer des Kundenkontaktes eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Auch für Kunden ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zwingend vorgeschrieben. Diese darf nur abgenommen werden, wenn die Inanspruchnahme der Dienstleistung nur ohne Mund-Nasen-Bedeckung erfolgen kann.

Medizinische Eingriffe und Operationen in Kliniken und ambulanten Praxen, die bislang untersagt waren, wenn sie nicht zwingend notwendig waren, dürfen wieder vorgenommen werden.

In allen Gesundheitseinrichtungen wie zum Beispiel Krankenhäusern und Arztpraxen muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Diese Pflicht gilt auch in Ladenstraßen und überdachten Einkaufszentren, heißt es in der Pressemitteilung aus Wiesbaden.

Am Mittwoch (6.) gehen die Beratungen zwischen der Bundeskanzlerin und den Regierungschefs der Länder in die nächste Runde. An diesem Tag stehen Konzepte zur Öffnung von Kitas, Schulen, Sportstätten, Restaurants und Gaststätten sowie das Thema „Handel“ auf der Tagesordnung. „Ich erwarte intensive und konstruktive Diskussionen und wünsche mir, dass wir – wo immer es geht – einheitliche Regelungen treffen und den Bürgern, besonders den Familien, klare Perspektiven für die Zukunft aufgezeigt werden“, betonte Bouffier.

Erste Kommunen infektionsfrei

Im Kreis Bergstraße gibt es unterdessen die ersten Kommunen, in denen es aktuell keine am neuartigen Coronavirus infizierten Menschen mehr gibt, die nicht auch schon wieder genesen sind – darunter Einhausen, Lautertal und Lindenfels.

Am Donnerstag hatte die Kreisverwaltung zwei neue Infektionsfälle aus Fürth und Lampertheim gemeldet, am Maifeiertag kamen keine weiteren hinzu. Damit haben sich in der Region insgesamt 311 Menschen infiziert, 255 von ihnen gelten als wieder genesen. dr/seg/red

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