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Fußball Geschäftsräume des Verbandes und Privatwohnungen von Funktionären durchsucht

Steuerhinterziehung: DFB verspricht Aufklärung

Frankfurt.Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) steht wieder einmal im Visier von Ermittlungen. Wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in besonders schweren Fällen hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Mittwoch die Geschäftsräume des DFB sowie Privatwohnungen von ehemaligen und aktuellen Verbandsfunktionären durchsucht. Dabei geht es um Einnahmen aus der Bandenwerbung von Heimländerspielen der Nationalmannschaft in den Jahren 2014 und 2015. DFB-Präsident Fritz Keller sagte, er wolle die Ermittlungen „allumfänglich unterstützen“. An den Maßnahmen waren insgesamt rund 200 Beamte beteiligt.

„Die wegen des Verdachts der fremdnützigen Hinterziehung von Körperschafts- und Gewerbesteuern in besonders schweren Fällen geführten Ermittlungen richten sich gegen sechs ehemalige bzw. gegenwärtige Verantwortliche des DFB“, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Diesen wird vorgeworfen, „Einnahmen aus der Bandenwerbung von Heimländerspielen der Fußball-Nationalmannschaft aus den Jahren 2014 und 2015 bewusst unrichtig als Einnahmen aus der Vermögensverwaltung erklärt zu haben“. Damit sei der DFB einer Besteuerung in Höhe von etwa 4,7 Millionen Euro entgangen. Unterdessen kam die DFB-Elf im Testspiel am Mittwochabend gegen die Türkei in Köln zu einem 3:3 (1:0)-Unentschieden. 

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