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Striktere Regeln könnten helfen

Archivartikel

Die Silvesternacht von Krefeld ist ein Alarmzeichen. Drei Frauen hatten sogenannte Himmelslaternen aufsteigen lassen – eine davon landete im Krefelder Zoo und setzte das Dach des Affenhauses in Brand. 30 Tiere starben. Städte und Gemeinden sollten die Lehren aus diesem Vorfall ziehen und in Zukunft eindeutig regeln, wo es in der Neujahrsnacht erlaubt ist, Böller und Raketen zu zünden – und wo verboten. Dadurch könnten nicht nur Krankenhäuser und Altenheime, sondern auch Zoos besser geschützt werden. Ein generelles Feuerwerksverbot hingegen wäre unverhältnismäßig.

Dass die Mutter und ihre zwei erwachsenen Töchter mit Leucht-Lampions hantierten, die seit 2009 in Nordrhein-Westfalen und inzwischen deutschlandweit verboten sind, ist grob fahrlässig. Aber auch eine fehlgeleitete Rakete oder ein achtlos über die Zoomauer geschleuderter Knallkörper hätten das Feuer im Affenhaus auslösen können.

Für viele Chaoten ist die Neujahrsnacht dafür da, um es – im wahrsten Sinne des Wortes – rücksichtslos krachen zu lassen. In zahlreichen deutschen Städten gibt es daher längst Schutzzonen, in denen kein Feuerwerk erlaubt ist. So sollen ausufernde Zustände vermieden, alte und kranke Menschen sowie besondere Bauwerke geschützt werden. Eine Erweiterung dieser Zonen ist auf jeden Fall notwendig. Gleichzeitig muss die Polizei in diesen Gebieten Präsenz zeigen und das Verbot auch durchsetzen. So kann in der Silvesternacht für mehr Sicherheit gesorgt werden, ohne den Silvesterspaß ganz zu verbieten.

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