Thema des Tages

Kriminalität Allianz bei Kontrollen und Fahndungen / Mannheimer Polizei sieht Chancen

Südwesten vernetzt sich enger für öffentliche Sicherheit

Rhein-Neckar.Um die Sicherheit auf öffentlichen Plätzen und Straßen zu verbessern, planen Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern und das Saarland, künftig enger zusammenzuarbeiten. Beispielsweise bei Fahndungen, bei Kontrollen und auch bei der Prävention. In einigen Tagen werden die Länder hierzu bei der Innenministerkonferenz eine Vereinbarung unterzeichnen.

Insbesondere an Brennpunkten – wie zum Beispiel an Bahnhöfen – arbeiten schon jetzt Bundespolizei und Landespolizei zusammen. „Bislang erfolgreich“, sei diese Art von Kooperation auch in den südlichen Bundesländern, sagt Norbert Schätzle vom Polizeipräsidium Mannheim.

Er verweist auf das Beispiel Heidelberg, wo die Polizei ihre Präsenz deutlich erhöht und zum Beispiel gezielt die Straßenbeleuchtung verbessert hat. Das Ergebnis seit Beginn der Aktion: Der Drogenhandel auf der Neckarwiese wurde nahezu vollständig verdrängt. Die Zahlen bei Trickdiebstählen und Autoaufbrüchen wurden jeweils um die Hälfte reduziert.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte, die Menschen im Südwesten könnten sich schon sehr sicher fühlen. Aber einzelne schwere Straftaten oder eine angespannte Lage an Brennpunkten könnten das Sicherheitsgefühl empfindlich stören. „Deshalb wollen wir das Thema auch länderübergreifend anpacken.“

Menschen empfinden anders

Eine länderübergreifende Kooperation gibt es bereits seit 2016 bei der Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen – mit Erfolg, wie Strobl meinte.

Zwar sind vielerorts die Zahlen von Straftaten zurückgegangen – die subjektive Wahrnehmung der Menschen ist allerdings eine andere. So wie in Freiburg, als 2016 in und um Freiburg zwei Frauen vergewaltigt und getötet wurden und in der Bevölkerung in der Folge eine große Verunsicherung herrschte. Im Jahr 2017 ging deshalb dort eine „Sicherheitspartnerschaft“ der Polizei mit der Stadt an den Start, nach deren Vorbild die genannte Heidelberger Kooperation startete. (mit dpa)