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Nahrungsmittel Details zu Jobabbau spätestens 2020

Südzucker verteidigt Einschnitte

Archivartikel

Mannheim.Spätestens Anfang nächsten Jahres sollen Details feststehen, wie stark die Südzucker-Verwaltungen an einzelnen Standorten vom Sparkurs betroffen sind. Auch Arbeitsplätze in der Mannheimer Zentrale könnten abgebaut werden, bekräftigte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Heer im Interview mit dieser Zeitung. Heer verteidigte die Einschnitte. Den massiven Preisverfall hätte niemand vorhersehen können. „Südzucker musste die Strategie anpassen und Mengen aus dem Markt nehmen“, erklärte er. Wie schon bekannt, schließen insgesamt fünf Werke. Deshalb werden auch weniger Mitarbeiter in den Verwaltungen gebraucht. Konzernweit sollen rund 300 Jobs wegfallen.

Heer sagte: „Wir konzentrieren uns erst einmal darauf, dass wir das Segment Zucker stabilisieren und wieder in die Gewinnzone bringen.“ Durch die historisch niedrigen Preise fährt der Mannheimer Konzern aktuell hohe Verluste im Kerngeschäft ein.

Scharfe Kritik richtete der Vorstandsvorsitzende gegen die Europäische Union. Sie tue nichts, um die heimische Zuckerwirtschaft zu schützen, sagte Heer. Indische Unternehmen etwa würfen staatlich subventionierten Zucker auf den Weltmarkt, was die Preise kaputtmache. „Die EU schaut nur zu.“

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