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Fußball DFB entscheidet für den KFC Uerdingen

SV Waldhof muss in der 4. Liga bleiben

Archivartikel

Mannheim/Frankfurt.Gut eine Woche nach dem verpassten Aufstieg in die 3. Fußball-Liga hat der SV Waldhof auch abseits des Fußballplatzes verloren. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) entschied gestern in Frankfurt, den KFC Uerdingen aufsteigen zu lassen. Der Nachweis einer Liquiditätsreserve, der beim Deutschen Fußball-Bund zu spät eingegangen war, spielte keine entscheidende Rolle mehr zu Lasten der Uerdinger.

Rainer Koch, Vorsitzender des Zulassungsbeschwerdeausschusses beim DFB, verkündete gestern gegen 17.30 Uhr: „Die Verletzung der Frist ist nicht Uerdingen anzulasten.“ Deshalb werde der Klub für die 3. Liga zugelassen. „Die Voraussetzungen sind gegeben“, sagte der DFB-Vizepräsident.

Nach der Bekanntgabe der Entscheidung erklärte Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp gestern auf Anfrage dieser Zeitung: „Ich habe mit etwas anderem gerechnet. Wir werden uns die Begründung genau anschauen und dann entscheiden, was wir tun.“ Kompp, der gestern nach der Verkündung kurz mit Koch telefonierte, sagte, er werde sich mit dem Aufsichtsrat der Waldhöfer dazu austauschen und beraten.

Ob der Waldhof gegen die DFB-Entscheidung vorgeht, konnte der Geschäftsführer gestern nicht sagen. „Das will ich nicht allein entscheiden.“ Man müsse auch bedenken, ein fairer und guter Verlierer zu sein.

„Wenn das so ist, dass die Bank die Verzögerung verschuldet hat, und der DFB kein Vergehen von Uerdingen sieht, muss ich das akzeptieren“, sagte Waldhof-Präsident Klaus Rüdiger Geschwill dieser Zeitung. „Wir waren sportlich nicht in der Lage, zu gewinnen. Jetzt haben wir auch noch am grünen Tisch verloren.“

Die beiden Aufstiegsspiele hatte der KFC Uerdingen jeweils gegen den SV Waldhof gewonnen. Beim Spiel im Mannheimer Carl-Benz-Stadion vor zehn Tagen war es zum Abbruch gekommen, weil aus dem Waldhof-Fanblock Raketen und Böller abgeschossen und bengalische Feuer gelegt worden waren.

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