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2. Fußball-Bundesliga Russe bei Hannover 96 im Gespräch

SVS: Wechsel von Zhirov kein Thema

Sandhausen.Weil Aleksandr Zhirov mit dem Kopf nicht zu „100 Prozent“ in Sandhausen gewesen sein soll, wurde er von seinem Trainer Uwe Koschinat am vergangenen Wochenende aus dem Kader des SV Sandhausen gestrichen. Inzwischen scheint klar zu sein, wo der russische Abwehrchef des Fußball-Zweitligisten aktuell mit seinen Gedanken ist. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung steht Liga-Konkurrenten Hannover 96 und Ex-Sandhausen-Coach Kenan Kocak kurz davor, Zhirov als Neuzugang zu präsentieren.

Mikayil Kabaca, der Sportliche Leiter des SVS, sagte dazu: „Er hat bei uns noch einen Vertrag bis 2023 und keine Ausstiegsklausel. Wir wollen ihn nicht abgeben, denn er ist ein wichtiger Spieler. Wenn man ihn holen will, dann sollte man uns kontaktieren.“ Diese Kontaktaufnahme hat es bisher nicht gegeben, bestätigte SVS-Pressesprecher Markus Beer am Dienstag gegenüber dieser Zeitung: „Es gibt kein Angebot.“

Zhirov ist in Sandhausen stellvertretender Kapitän, war in der Vergangenheit aber immer wieder mit anderen Clubs in Verbindung gebracht worden. Die „Bild“ spekuliert, dass er die Schwarz-Weißen für bis zu 1,5 Millionen Euro verlassen könnte. Kabaca ist indes aber zuversichtlich, dass die „Angelegenheit mit einem Gespräch“ schnell wieder geklärt sein wird. Auch Präsident Jürgen Machmeier glaubt, dass der Abwehrmann in Sandhausen bleibt. Er wolle nicht schon wieder einen Spieler kurz vor dem Ende der Transferfrist abgeben. Damals hatte Sandhausen Leistungsträger Philipp Förster an den VfB Stuttgart verloren.

Der 29-jährige Zhirov war 2018 von Kocak an den Hardtwald geholt worden und gehört zur Berater-Agentur „AKA Global“. Auch Hannovers ehemaliger Abwehrchef Waldemar Anton, der die Niedersachsen in diesem Sommer für vier Millionen Euro verlassen hatte, wird dort betreut. Das Transferfenster ist noch bis zum 5. Oktober geöffnet. mjw

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